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Mannigfaltig sind die Themen und
Formen der Bilderwelt von Angelina A. Gradisnik. Sie reichen von
der abstrakten Komposition über Stillleben und Porträt
bis hin zum Landschaftsgemälde mit historischen Bezügen.
Die Gnosis, das philosophische Erfassen religiöser Wahrheiten,
spielt eine wesentliche Rolle, ebenso die bedingungslose Annahme
des Lebens und die Liebe zu den Menschen. Dabei ist die gebürtige
Serbin eng mit ihren Ursprungswurzeln verbunden, getragen von Sehnsucht
und Verzweiflung über die politischen und kriegerischen Zustände
in ihrer Heimat, jetzt und rückblickend in der Historie.
Zwischen 1990 und 2002 entstanden eine Vielzahl von Gemälden,
Skulpturen und Papierarbeiten in ihrer Wahlheimat Oberursel im Taunus,
eine kleine Auswahl zeigt diese Broschüre. Diese lebensbejahenden
Werke zeichnen sich durch ihre strahlende Farbenkraft und bildlichinhaltliche
Tiefe aus, sie ergreifen den Betrachter auf einer zwischenmenschlichen
Ebene, die Offenheit fordert und Neugierde weckt. Denn, ob es nun
die Feenwelt der Wälder, Wiesen und Auen sind, die Puppen des
Kinderzimmers, das Schlachtfeld des Kosovo, der Blick in den Garten,
oder der tragische Held Ikarus, immer ist die Liebe der Künstlerin
zur sie umgebenden Welt und den Menschen spüren.
Angelina Gradisnik arbeitet bewusst Werke der Größen
der Kunstgeschichte in ihre Bildfindungen ein. Sie nutzt diesen
Formen- und Bilderschatz, um sich einerseits an den Originalen zu
messen, andererseits mit den Zitaten die Inhalte ihrer Bilder auszuweiten
und historisch zu verankern. Die von ihr verwendete Malerei "alla
prima" beherrscht sie aufgrund ihres Studiums und jahrzehntelanger
Ausübung vorzüglich.... |
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